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FiveM-Server unter Linux mit txAdmin aufsetzen

Artefakte holen, txAdmin einrichten, Lizenzschlüssel, Ports, MariaDB für Frameworks, ein eigener Benutzer mit systemd und die Updates, die einen Roleplay-Server regelmäßig brechen.

veröffentlicht 19.09.2026
3 min lesezeit
fortgeschritten

FiveM ist die Plattform, auf der die meisten GTA-V-Roleplay-Server laufen. Der Server selbst ist schnell gestartet; aufwendig wird es durch das, was dazukommt: ein Framework wie ESX oder QBCore, eine Datenbank, dutzende Ressourcen, und regelmäßige Updates der Serverbasis, die Ressourcen brechen können. Dieser Beitrag baut die Grundlage sauber auf, auf der das alles läuft.

Was du brauchst#

WasWoher
Linux-ServerDebian oder Ubuntu, genug Arbeitsspeicher für die geplanten Ressourcen
Server-Artefakteruntime.fivem.net, Kanal für Linux
Lizenzschlüsselportal.cfx.re, kostenlos mit Cfx.re-Konto
DatenbankMariaDB, für ESX, QBCore und die meisten Ressourcen

Wie viel Leistung ein Roleplay-Server braucht, hängt fast nur von den Ressourcen ab, nicht von der Spielerzahl allein. Ein hoher Einzelkern-Takt zählt mehr als viele Kerne, siehe Gameserver-Hardware.

Eigener Benutzer, eigene Verzeichnisse#

Der Server läuft nicht als root:

adduser --system --group --home /srv/fivem fivem
mkdir -p /srv/fivem/{server,server-data}
chown -R fivem:fivem /srv/fivem

Die Artefakte holen#

Die Serverbasis heißt bei FiveM „Artefakte“. Die Linux-Builds liegen unter https://runtime.fivem.net/artifacts/fivem/build_proot_linux/master/. Dort nimmst du den als empfohlen gekennzeichneten Build, nicht blind den neuesten.

sudo -u fivem bash
cd /srv/fivem/server
wget https://runtime.fivem.net/artifacts/fivem/build_proot_linux/master/<build>/fx.tar.xz
tar xf fx.tar.xz && rm fx.tar.xz

txAdmin: die Verwaltungsoberfläche#

txAdmin ist in den Artefakten enthalten und übernimmt Start, Neustarts, Spielerverwaltung, geplante Neustarts und Protokolle. Beim ersten Start:

cd /srv/fivem/server
./run.sh

txAdmin gibt eine Adresse auf Port 40120 und eine PIN aus. Im Browser öffnen, mit dem Cfx.re-Konto anmelden, dann führt ein Assistent durch die Einrichtung: Lizenzschlüssel eintragen, Vorlage wählen (leerer Server, ESX- oder QBCore-Rezept), Datenbankzugang angeben.

txAdmin nicht offen ins Internet

Wer die txAdmin-Oberfläche erreicht und sich anmelden kann, kontrolliert den Server samt Konsole. Port 40120 gehört nicht öffentlich erreichbar: Zugriff über WireGuard, einen SSH-Tunnel (ssh -L 40120:127.0.0.1:40120 server) oder einen Reverse-Proxy mit zusätzlicher Anmeldung.

Die Datenbank#

apt install mariadb-server
mariadb-secure-installation
mariadb -e "CREATE DATABASE fivem CHARACTER SET utf8mb4 COLLATE utf8mb4_unicode_ci;
CREATE USER 'fivem'@'localhost' IDENTIFIED BY '<passwort>';
GRANT ALL ON fivem.* TO 'fivem'@'localhost';"

Die Datenbank lauscht nur lokal, das ist bei MariaDB unter Debian der Standard und muss so bleiben, siehe MariaDB: die drei Einstellungen, die zählen. Die Verbindung für Ressourcen läuft über oxmysql, mit einer Zeile in der server.cfg:

set mysql_connection_string "mysql://fivem:<passwort>@localhost/fivem?charset=utf8mb4"

Ports#

PortProtokollZweckÖffentlich?
30120TCP und UDPSpielverbindungja
40120TCPtxAdminnein
3306TCPMariaDBnein

Häufiger Fehler: nur TCP oder nur UDP freigegeben. Der Server erscheint dann in der Liste, aber Spieler hängen beim Verbinden.

Als Dienst mit systemd#

Damit der Server nach einem Neustart der Maschine von selbst startet:

# /etc/systemd/system/fivem.service
[Unit]
Description=FiveM mit txAdmin
After=network-online.target mariadb.service
Wants=network-online.target

[Service]
User=fivem
Group=fivem
WorkingDirectory=/srv/fivem/server
ExecStart=/srv/fivem/server/run.sh
Restart=on-failure
RestartSec=10

[Install]
WantedBy=multi-user.target
systemctl daemon-reload
systemctl enable --now fivem
journalctl -u fivem -f

txAdmin startet den eigentlichen Spielserver selbst und startet ihn bei Abstürzen neu. systemd sorgt nur dafür, dass txAdmin läuft.

Updates: die eigentliche Arbeit#

Neue Artefakte bringen Fehlerbehebungen, manchmal aber auch Änderungen, mit denen ältere Ressourcen nicht zurechtkommen. Deshalb:

  1. Nicht am Freitagabend. Ein Update vor dem Spielerandrang ist der sicherste Weg zu einem Wochenende voller Fehlersuche.
  2. Alte Artefakte behalten. Den neuen Build in ein eigenes Verzeichnis entpacken, run.sh von dort starten. Gibt es Probleme, zeigt der Dienst wieder auf das alte Verzeichnis.
  3. Vorher sichern: server-data und die Datenbank, siehe Datenbank sichern und wirklich zurückspielen.
  4. Ressourcen einzeln aktualisieren, nicht zwanzig gleichzeitig. Sonst weiß niemand, welche den Fehler gebracht hat.

Häufige Fragen#

Linux oder Windows für FiveM?#

Beides funktioniert. Linux spart Lizenzkosten und Arbeitsspeicher. Einige wenige Ressourcen sind nur für Windows gebaut; prüfe das vor der Entscheidung bei den Ressourcen, die du fest einplanst.

Mein Server taucht nicht in der Serverliste auf.#

Meist ist Port 30120 nicht in beiden Protokollen offen, oder der Lizenzschlüssel passt nicht zur IP bzw. ist ungültig. Die Konsole in txAdmin zeigt beim Start, ob die Anmeldung beim Cfx.re-Dienst geklappt hat.

Wie schütze ich den Server vor Angriffen?#

Gameserver werden anders angegriffen als Webseiten, oft mit Überlastung auf UDP. Was auf deiner Seite hilft und was der Anbieter leisten muss, steht in Gameserver unter Beschuss.

Brauche ich ein Panel?#

Für einen einzelnen Server reicht txAdmin. Für mehrere Spiele oder mehrere Kunden auf einer Maschine lohnt ein Panel wie Pterodactyl.

Kurz gesagt#

  • Eigener Benutzer, Artefakte vom empfohlenen Build, txAdmin für die Verwaltung.
  • txAdmin (40120) und MariaDB (3306) nie öffentlich; 30120 in TCP und UDP freigeben.
  • Datenbankverbindung über oxmysql und eine Zeile in der server.cfg.
  • systemd hält txAdmin am Laufen, txAdmin den Spielserver.
  • Updates mit altem Build als Rückweg, vorher sichern, Ressourcen einzeln.
MRMedia

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